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Untersuchungen zum gegenwärtigen Stand der Konversion von Biobrennstoffen

Stefan Kramp
Studienarbeit Dezember 2007, 64 Seiten, 688,2 KB , Note 1,3, Sprache Deutsch
Hochschule Wismar Deutschland
Literatur- und Quellenangaben: ca. 11
Schlagworte: Biomasse, Biogas, Biodiesel, Bioethanol, Holzvergasung
Inhaltsangabe und Inhaltsverzeichnis:

Problemstellung:

Fossile Brennstoffe müssen in Zukunft im Wesentlichen aus zwei Gründen viel stärker geschont werden, als in der Vergangenheit, zum einen wegen der enormen Freisetzung des klimaschädlichen CO2 und zum anderen wegen ihrer immer deutlicher werdenden Erschöpfbarkeit. Letzteres auch vor dem Hintergrund, dass diese Brennstoffe ein hohes und wichtiges Potenzial stofflicher Nutzung besitzen.

Eine von verschiedenen Möglichkeiten Ersatz zu finden, ist der Einsatz von Biobrennstoffen, die jedoch häufig für einen technischen Einsatz aufbereitet bzw. konvertiert werden müssen.

Die Arbeit soll konkret folgende Schwerpunkte beinhalten:

- Direkte thermische Umwandlung (Verbrennung) von Biobrennstoffen.

- Thermochemische Umwandlung mit den Verfahren.

- Verkohlung.

- Vergasung und Pyrolyse.

- Physikochemische Umwandlung von Biomasse von der Gewinnung des Pflanzenöls über seine Veredlung bis zur motorischen Nutzung.

- Biochemische Umwandlung von Biomasse mit den Verfahren.

- Methangärung und Ethanolgärung.

Auf Grund des Mangels an fossilen Energieträgern hat die Konversion von Biomasse mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. In dieser Arbeit soll daher eine Übersicht über Techniken, Verfahren und Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse aufgezeigt und bewertet werden.

Inhaltsverzeichnis:

Aufgabenstellung 6
Abkürzungsverzeichnis 6
1. Einleitung 6
2. Direkte Thermische Umwandlung (Verbrennung) 7
2.1 Ausgangsstoffe 7
2.2 Grundlagen der Verbrennung 10
2.3 Feuerungsanlagentechnik 12
2.3.1 Handbeschickte Feuerungen 12
2.3.2 Automatisch beschickte Feuerungen 14
2.4 Regelung kontinuierlich beschickter Anlagen 15
3. Thermochemische Umwandlung 17
3.1 Verkohlung 17
3.1.1 Grundlagen der Verkohlung 17
3.1.2 Verfahren der Kohleherstellung 18
3.1.3 Das Produkt Kohle 19
3.1.4 Nutzung von Kohle 19
3.2 Vergasung 20
3.2.1 Grundlagen der Vergasung 20
3.2.2 Produktgas 22
3.2.3 Verfahren der Produktgasherstellung 22
3.2.3.1 Festbettvergaser 22
3.2.3.2 Wirbelschichtvergaser 25
3.2.3.3 Flugstromvergaser 27
3.2.3.4 Verfahrensübersicht 29
3.2.4 Nutzung des Produktgases 29
3.2.4.1 Wärmebereitstellung 29
3.2.4.2 Nutzung in Motoren 30
3.2.4.3 Nutzung in Gasturbinen 30
3.2.4.4 Nutzung in Brennstoffzellen 32
3.2.4.5 Nutzung zur Verflüssigung 32
3.3 Pyrolyse 33
3.3.1 Flash - Pyrolyse 33
3.3.2 Druckverflüssigung 35
3.3.3 Produkte der Pyrolyse 35
3.3.4 Aufbereitung der Pyrolyseprodukte 36
3.3.5 Nutzung der Pyrolyseöle 37
4.1 Gewinnung von Pflanzenöl 39
4.1.1 Verfahren zur Gewinnung von Pflanzenöl 39
4.2 Veredelung zu Pflanzenölmethylester (PME) 42
4.2.1 Chemische Grundlagen 43
4.2.2 Verfahren der Rapsölmethylester (RME) - Herstellung 44
4.3 Motorische Nutzung von Pflanzenöl und Rapsölmethylester (RME) 46
4.3.1 Pflanzenöl als Kraftstoff 46
4.3.2 RME als Kraftstoff 47
4.3.3 Vergleich von Diesel, Rapsöl und RME 48
5. Biochemische Umwandlung von Biomasse 49
5.1 Methangärung 49
5.1.1 Grundlagen der Methangärung 49
5.1.2 Verfahrenstechnische Umsetzung der Biogaserzeugung 52
5.1.3 Nutzung von Biogas 53
5.2 Ethanolgärung 54
5.2.1 Grundlagen der Ethanolgärung 54
5.2.2 Maischprozess 54
5.2.2.1 Zuckeraufschluss 54
5.2.2.2 Stärkeaufschluss und -abbau 54
5.2.2.3 Celluloseaufschluss und -abbau 55
5.2.3 Fermentation (Gärung) 56
5.2.4 Destillation, Rektifikation 56
5.2.5 Nutzung von Ethanol 57
5.2.5.1 Motorische Nutzung 58
6. Zusammenfassung 61
Literaturverzeichnis 63
Abbildungsverzeichnis 64
Tabellenverzeichnis 65
Selbstständigkeitserklärung 66

Textprobe:

Kapitel 3.2.4.2, Nutzung in Motoren:

Bereits in den 40iger Jahren, während der Mangelwirtschaft im Krieg, wurde mittels eines klassischen Gleichstromvergasers („Imbert“ – Vergaser) Gas für den Einsatz in Motoren produziert. Durch unausgereifte Reinigungsstufen waren die Motorstandzeiten jedoch verkürzt, so dass die Nutzung nach dem Krieg schnell an Bedeutung verlor.

Eine Weiterentwicklung stellt der „Open – Top“ – Vergaser dar, bei dem durch die kontinuierliche Beschickung mit Biomasse von oben zusätzlich Luft einströmt. Durch diese zusätzliche Sauerstoffquelle oxidiert ein Teil der langkettigen Kohlenwasserstoffe in der Pyrolysezone und reduziert so zusätzlich den Teergehalt im Produktgas.

Für den Einsatz in Gasmotoren darf der Anteil an Feststoffpartikeln nur sehr gering sein. Durch die starken Verschleißerscheinungen und der Bildung von Teerablagerungen wäre der Wartungsaufwand enorm und die Lebensdauer beanspruchter Bauteile stark verkürzt. Durch die Abkühlung des Gases auf 30 – 50°C und den Einsatz von Partikelabscheidern lassen sich diese Anforderungen erfüllen.

Nutzung in Gasturbinen:

Soll das Produktgas in einer Gasturbine genutzt werden, muss es weiter konditioniert werden als bei der motorischen Nutzung, da Partikel und mögliche Alkaligehalte sich hier noch stärker negativ auswirken. Alkalimetalldämpfe können leicht durch Abkühlung auf unter 600 C vor der Partikelabscheidung entfernt werden, da die Dämpfe an den Partikeloberflächen auskondensieren. Langkettige Kohlenwasserstoffe müssen nur dann abgeschieden werden, falls für einen Verfahrensschritt eine relevante Temperaturabsenkung nötig ist und so die Teere die Filteranlagen verstopfen könnten.

Gasturbinen kommen in Anlagen mit IGCC – Technologie (Integratet Gasification Combined Cycle) zum Einsatz, in diesen wird hauptsächlich Strom erzeugt. Das Brenngut wird mittels Luft vergast und das gebildete Produktgas gereinigt. Weiterhin wird es in einer Gasturbine verbrannt, die einen Generator antreibt. Die entstehende Abwärme wird durch einen Abhitzekessel zu Dampf aufbereitet und treibt eine Dampfturbine an. Eine auf der IGCC – Technologie basierende Zukunftsvision ist der Betrieb eines „CO2 – freien“ Kraftwerks. Der schematische Ablauf ist in Abbildung 3.6 dargestellt. Bei diesem wird der Brennstoff mit reinem Sauerstoff vergast. Das gebildete Produktgas ist stickstoffarm und wird über weitere Teilreaktionen (Gleichung 3.7; 3.8) zu Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid umgewandelt. Im Folgenden kann das Kohlenstoffdioxid abgetrennt werden. Ziel dieser aufwendigen Anlage ist es, beim Betrieb der Turbine ausschließlich Wasser und keine Treibhausgase zu bilden. Die Bezeichnung „CO2 – freies“ Kraftwerk ist irreführend, da es zu Lasten des Wirkungsgrades vor der Verbrennung entfernt wird und an anderer Stelle gespeichert werden muss.

Link zur Arbeit: http://www.diplom.de/katalog/arbeit/10882
Arbeit zitieren: Stefan Kramp Dezember 2007, Untersuchungen zum gegenwärtigen Stand der Konversion von Biobrennstoffen, Diplomica GmbH, Hamburg
Bestellmöglichkeiten und Preise:

Bezugspreis eBook (PDF-Datei) per Download: EUR 38,00 inkl MwSt.
Bestellnummer: ISBN 978-3-8366-0882-4
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