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Innenmarketing als ein Schlüsselinstrument des Destinationsmanagement

Am Beispiel der Region Berchtesgadener Land

Mario König
Diplomarbeit Oktober 2007, 180 Seiten, 13,2 MB , Note 1,3, Sprache Deutsch
Fachhochschule München Deutschland
Literatur- und Quellenangaben: ca. 67
Schlagworte: Destinationsmanagement, Innenmarketing, Destinationsmarketing, Tourismus, Tourismusmanagement
Inhaltsangabe und Inhaltsverzeichnis:

Zusammenfassung:

Inhalt dieses Buches ist die Darstellung von Innenmarketing als ein Schlüsselinstrument des Destinationsmanagement.

Durch ein stark verändertes Wettbewerbsumfeld im Tourismus rückt der Ansatz eine Urlaubsregion als Unternehmen zu betrachten und als profilstarke Destination zu managen immer weiter in den Vordergrund. Um heutzutage als Destination am Markt erfolgreich zu agieren sind zielgruppengerechte Produktlinien, marktgerechte Vertriebsstrukturen sowie die Gestaltung von Markenkonzepten notwendig. Die Bildung solcher marktfähigen Destinationen kennzeichnet sich meist dadurch, dass sich kleinere und bisher getrennt agierende Destinationen und deren Tourismusverbände zu neuen größeren Destinationen zusammenschließen.

Begeleitet wird dieser Prozess häufig von Widerständen und Ängsten der beteiligten Funktionäre, Leistungsträger und Bewohner. Das Erscheinungsbild einer Destination wird jedoch gerade durch alle am Tourismus beteiligten Akteure stark beeinflusst. Im Rahmen der Destinationsentwicklung und -führung spielt demzufolge die Kommunikation innerhalb der Destination eine wichtige Rolle. Mit Kommunikations- und Marketingmaßnahmen, ausgerichtet auf die Tourismusakteure einer Destination, kann deren Bewusstsein für die Destination und den Tourismus gestärkt werden. Innenmarketing kann so dazu beitragen ein positives Erscheinungsbild einer Destination zu schaffen und als ein wesentlicher Bestandteil des Destinationsmanagements verstanden werden.

Inhaltsverzeichnis:

KURZFASSUNG I
ABSTRACT I
INHALTSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VII
TABELLENVERZEICHNIS VIII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS X
VORWORT XII
1. EINLEITUNG 1
1.1 Überblick und Ausgangssituation 3
1.2 Zielsetzung und Struktur der Arbeit 4
2. GRUNDLAGEN UND BEGRIFFE DES DESTINATIONSMANAGEMENTS 6
2.1 Der Begriff Destination 6
2.1.1 Die Stellung der Destination im Tourismussystem 6
2.1.2 Besonderheiten des Angebotes von Destinationen 8
2.1.3 Definition und Abgrenzung 10
2.1.4 Die Destination als Wettbewerbseinheit im Tourismus 13
2.2 Der Begriff Destinationsmanagement 14
2.2.1 Herausforderungen an Destinationen heute 15
2.2.2 Entwicklungsphasen des Destinationsmanagements 16
2.2.3 Ziele und Definition des Destinationsmanagements 18
2.2.4 Aufgaben des Destinationsmanagements 19
2.3 Der Begriff Tourismusorganisation 20
2.3.1 Definition und Abgrenzung des Begriffs Tourismusorganisation 20
2.3.2 Aufgaben der Tourismusorganisation 21
2.3.3 Struktur und Nachteile der traditionellen Tourismusorganisation 22
2.3.4 Unterschiede der Destinations-Management-Organisation gegenüber einer traditionellen Tourismusorganisation 24
3. INNENMARKETING ALS EIN SCHLÜSSELINSTRUMENT DES DESTINATIONSMANAGEMENTS 27
3.1 Bezug des Innenmarketings zum Destinationsmanagement 27
3.2 Definition und Begriffsbestimmung des Innenmarketings 28
3.2.1 Interpretationsproblematik des Innenmarketingbegriffs 28
3.2.2 Definition des Innenmarketingbegriffs 29
3.3 Das Spannungsfeld innerer Markt - Besonderheiten beim Management von Destinationen 30
3.3.1 Doppelfunktion der Destinations-Management-Organisation 31
3.3.2 Unklare und schwer messbare Ziele der Destinations-Management-Organisation 31
3.3.3 Beschränkte Einflussmöglichkeiten der Destinations-Management-Organisation 32
3.3.4 Anspruchsgruppen und die Destinations-Management-Organisation 33
3.3.5 Der innere Markt als Spannungsfeld 33
3.4 Die Kernelemente und Innenmarketing als wesentlicher Bestandteil des Destinationsmanagement 36
3.4.1 Kerngeschäftssysteme 36
3.4.2 Vermarktungsnetzwerke 37
3.4.3 Markenpolitik 38
3.4.4 Qualitätsmanagement 39
3.4.5 Wissensmanagement 40
3.4.6 Destinations-Management-Company 40
3.4.7 Innenmarketing als wesentliches Managementinstrument der Destinations-Management-Organisation 41
4. DER INNENMARKETINGPROZESS 44
4.1 Voraussetzung für ein erfolgreiches Innenmarketing 44
4.2 Ziele des Innenmarketings 45
4.2.1 Strategische Oberziele des Innenmarketings 45
4.2.2 Operative Ziele und Anforderungen des Innenmarketingprozesses 46
4.3 Die Zielgruppen des Innenmarketings 47
4.4 Die Phasen des Innenmarketingprozesses 50
4.4.1 Analysephase 51
4.4.2 Konzeptionsphase 51
4.4.3 Gestaltungsphase 52
4.4.4 Realisierungsphase 52
4.4.5 Kontrollphase 53
4.4.6 Relaunchphase 54
4.5 Hemmnisse im Innenmarketingprozess 54
4.6 Instrumente und Maßnahmen des Innenmarketingprozess 55
5. DIE BEISPIELDESTINATION - BERCHTESGADENER LAND 57
5.1 Destinationsbeschreibung und Rahmenbedingungen 57
5.1.1 Lage und Größe der Destination 57
5.1.2 Geschichte 58
5.1.3 Touristisches Angebot der Destination 60
5.1.4 Wirtschaftsfaktor Tourismus 63
5.1.5 Gästezahlen und Gästestruktur 65
5.2 Anforderungen an die Destination Berchtesgadener Land 67
6. INNENMARKETING ALS BESTANDTEIL DES DESTINATIONSMANAGEMENT IM BERCHTESGADENER LAND 74
6.1 Bisherige Innenmarketingmaßnahmen 74
6.2 Fazit der bisherigen Innenmarketingmaßnahmen 78
6.3 Befragung der touristischen Leistungsträger im Berchtesgadener Land 79
6.3.1 Zielsetzung und Aufbau der Befragung 79
6.3.2 Verteilung der Befragung 80
6.3.3 Rücklauf der Befragung 82
6.4 Auswertung der Leistungsträgerbefragung 82
6.4.1 Verteilung des Rücklaufs 83
6.4.2 Bewertung des Zusammenschlusses aus heutiger Sicht 84
6.4.3 Sichtweise der Leistungsträger auf die Destination 86
6.4.4 Produktschienen und Destinationsmarke des Berchtesgadener Landes 88
6.4.5 Verhältnis der Leistungsträger zur Berchtesgadener Land Tourismus GmbH und anderen Tourismusorganisationen der Destination 91
6.4.6 Aktivitäten und Maßnahmen der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH aus Sicht der Leistungsträger 94
6.5 Zusammenfassung der Ergebnisse 98
6.6 Ausblick 102
ANHANG A: FRAGEBOGEN 104
A 1Gliederung und Struktur des Fragebogens 104
A 2 Fragebogenauswertung 110
A 3 Textantworten 126
ANHANG B: STATISTIK 140
B 2 Gästeankünfte und Gästeübernachtungen 140
B 2 Struktur der ausländischen Besucher 141
ANHANG C: INFORMATIONEN ZUR BGLT 143
C 1 Struktur und Aufgabenprofil 143
C 2 Präsentationen, Presseartikel und sonstige Infos 149
GLOSSAR 158
LITERATURVERZEICHNIS 160

Textprobe:

Kapitel 3.4, Die Kernelemente und Innenmarketing als wesentlicher Bestandteil des Destinationsmanagement:

Destination Management ist, wie bereits in Kapitel 2.2 beschrieben, als ein Strategieansatz zu verstehen der aus dem Nebeneinander von verschiedenen Leistungsträgern eine Angebots- und Wettbewerbseinheit formen soll.

Als Grundlage für eine erfolgreiche Implementierung dieser Strategie bedarf es der Erneuerung von Organisationsformen und Vermarktungsstrukturen. Als weitere Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung dieses Strategieansatzes muss eine größtmögliche Akzeptanz der Leistungsträger für ein Destinationsmanagement hergestellt werden. Um deren Kooperationsbereitschaft zu bekommen, müssen die gegenläufigen Interessen innerhalb der Destination möglichst ausgeglichen sein.

Aufgrund von unterschiedlichen lokalen und regionalen Gegebenheiten, ergeben sich für Destinationen jeweils unterschiedliche Ausgangspositionen, ein Management der Destination umzusetzen. Nachfolgend sind sechs Marketing- und Managementfunktionen dargestellt. Diese gelten als Kernelemente des Destinationsmanagement. Vor dem Hintergrund, die Destination unternehmensähnlich zu führen, kann sich eine DMO unabhängig ihrer Ausgangsposition auf diese Kernelemente stützen.

Kerngeschäftssysteme:

Als erstes der Kernelemente soll das Kerngeschäftssystem dargestellt werden. Touristen möchten ihren Urlaub heute als ein Gesamterlebnis verbringen.

Die Destination muss daher mit seinem gesamten Dienstleistungsbündel, angefangen von der Information vor der Buchung über die Buchung und der Anreise, dem Aufenthalt vor Ort bis zur Abreise und der Wiederankunft am Heimatort des Touristen, eine perfekte Stimmung offerieren.

Es ist jedoch seitens der Destination nicht anzustreben, dem Gast alles anbieten zu wollen, was er nachfragen könnte. Vielmehr sollte eine Destination zum Ziel haben, sich am Gast zu orientieren und ihm das anzubieten, wonach er sucht und was er erwartet. Das so hervorgehende Angebotsportfolio stellt das Kerngeschäft einer Destination dar.

Kerngeschäft kann als ein gezieltes und organisiertes Angebotsbündel gesehen werden oder als lückenlose abgestimmte Dienstleistungskette verstanden werden. Kennzeichnend für Kerngeschäftssysteme sind in der Regel eigene Märkte, eigene Mitbewerber und abgegrenzte Gästeschichten, wie beispielsweise Wellnesswochen, Wanderwochenende oder der klassische Winterurlaub. So ist das Kerngeschäft meist auch die von der Destination angebotene Haupturlaubsform.

Vermarktungsnetzwerke:

Ein weiteres Kernelement stellt das Vermarktungsnetzwerk dar. Ein Kerngeschäftssystem kann ohne ein gut entwickeltes Vermarktungsnetzwerk nicht erfolgreich umgesetzt werden. Erst durch Buchbarkeit und Verkauf der aus dem Kerngeschäftssystem entwickelten Angebote wird eine Brücke zwischen Produzenten, Markt und Nachfrage geschlagen. Ein Vermarktungsnetzwerk dient somit der Destination, ihr entwickeltes Angebot entweder direkt oder über externe Partner an potentielle und zukünftige Nachfrager zu übermitteln.

Das Vermarktungsnetzwerk einer Destination ist aber mehr als nur ein reines Verkaufsinstrument zu verstehen. Es kann ohne weiteres auch als ein Beziehungsmanagement verstanden werden, denn das Netzwerk verbindet die wichtigsten Leistungsersteller der Destination mit den wichtigsten externen Vermarktungspartnern, beispielsweise Incoming Agenturen, Reiseveranstaltern, zu deren beiderseitigem Vorteil und Nutzen. Die Verbindung Kerngeschäftssystem und Vermarktungsnetzwerk stellt demnach eine Kombination aus Produkt und Markt dar und kann als Rückrat der Destination verstanden werden.

Optimal integrierte Vermarktungsnetzwerke können anlassbezogen, beispielsweise bei Neuentwickelten Angeboten, flexibel, schnell und zuverlässig aktiviert werden. Ein schneller und sicherer Marktzugang ist für den Absatz der Produkte entscheidend. Er sichert der Destination folglich die Wettbewerbsfähigkeit.

Markenpolitik:

Auch die Markenpolitik stellt ein wesentliches Element des Destinationsmanagement dar. In der heutigen Informationsflut stellen Marken Orientierungspunkte dar und vermitteln Sicherheit und Verlässlichkeit. Aus Sicht der Gäste können sie damit als positive Vorurteile verstanden werden.

Die Qualität des Angebotes spielt in der Markenpolitik eine wichtige Rolle. Ist der Tourist mit der Angebotsqualität zufrieden, wird er Vertrauen gegenüber der Marke aufbauen und dies auch entsprechend weiter kommunizieren. Solch ein aufgebautes Gästevertrauen führt in der Regel zu Wiederholungsbesuchen und zu einer Bindung des Gastes an die Destination. Ist der Gast dagegen mit der Angebotsqualität weniger zufrieden, kann das benötigte Vertrauen nicht aufgebaut werden.

Entsprechend seinen Erfahrungen mit der Destination als Marke werden beim Gast Widererkennungseffekte und Assoziationen aufgebaut. Sind diese entsprechend positiv, mindert sich beim Gast das Risiko beim Kauf enttäuscht zu werden. Er findet hinsichtlich seiner Erwartungen, wichtige Werte, wie Sicherheit und Verlässlichkeit vor. Im Gegenzug wird der Kunde bereit sein, für die Marke einen höheren Preis zu zahlen. Authentische Qualität entwickelt sich jedoch nur über einen längeren Zeitraum. Durch Kontinuität kann erreicht werden, dass eine Destinationsmarke mit entsprechender Identität entsteht. Planung und Handeln sollten daher auch langfristig angelegt sein.

Qualitätsmanagement:

Veränderte Qualitätsansprüche der Gäste von heute begründen sich aus gewachsenem Wohlstand und einer damit einhergehenden größeren Reiseerfahrung. So beginnt der Urlaub für den Gast von heute schon mit den vorhergehenden Informationen gefolgt von bequemen und einfachen Buchungsmöglichkeiten. Aber auch An- und Abreise stellen neben dem Aufenthalt vor Ort einen Teil des Gesamterlebnisses Urlaub dar.

In den einzelnen Betrieben ist die Forderung nach Qualität durch den direkten Einfluss des Unternehmers einfach einzulösen. Die Sicherstellung der Qualität ist aber schon auf dieser Ebene, aufgrund der komplexen Gästeansprüche, eine große Herausforderung und ein fortlaufender Prozess. Die Forderung und Sicherstellung von Qualität auf Destinationsebene gestaltet sich wesentlich schwieriger, da die zum Gesamterlebnis Urlaub beitragenden Einzelleistungen ein stimmiges Ganzes ergeben müssen. Aus dem notwendigen Zusammenspiel der vielen unterschiedlichen Einzelakteure bedingt sich damit ein weiteres Kernelement: "das destinationsübergreifendes Qualitätsmanagement".

Wissensmanagement:

Mit Wissensmanagement soll sichergestellt werden, dass Informationen und Erfahrungen der Destination nicht verloren gehen. Denn neben veränderten Gästeansprüchen erfordern auch Informations- und Reservierungssysteme immer wieder neues spezifisches Wissen und Know-how. Somit wird Wissen zu einer strategischen Ressource und kann auch als Wettbewerbsfaktor verstanden werden.

Informationen und Erfahrungen tragen zur Lösung von Organisations-, Vermarktungs- und Entwicklungsproblemen bei. Die Leistungsträger der Destination sind durch Wissen, Information und Austausch befähigt, Chancen aufzuspüren und effizienter zu nutzen.

Die für eine Destination relevanten Wissensbereiche sind markt- und destinationsbezogen sowie personenbezogenes Sozial- und Fachwissen. Erfahrungen und Informationen einer Destination generieren sich zum einen aus individuellem und kollektivem personenbezogenen Wissen und zum anderen aus nicht personenbezogenen unternehmensinternen und -externen Quellen. Wissensmanagement sichert das Destinationswissen, um es bei entsprechend notwendigen Entscheidungen einzusetzen.

Destinations-Management-Company:

Eine Destinations-Management-Company (DMC), oder auch -Organisation, ist letztlich die entscheidende organisatorische Einheit, welche die Destination unternehmensähnlich zu organisieren und zu managen hat. Um die wesentlichen Funktionen des Destinationsmanagements zu erfüllen, dienen ihr die anderen dargestellten Kernelemente.

Als Organisationseinheit ist sie selber auch ein Managementinstrument, jedoch ohne einen Selbstzweck. Dabei ist sie keine einseitig orientierte Interessensorganisation. Vielmehr wird sie von den wichtigsten und wesentlichsten Leistungsträgern der Destination getragen und kann daher als Joint Venture der Tourismustreibenden verstanden werden. Der Zweck der DMO/DMC liegt in der Vernetzung der beteiligten Marktpartner (Gäste sowie den Leistungsträger als Gastgeber).

Die DMO/DMC als hauptverantwortlicher Träger des Destinationsmanagements ist infolgedessen Dreh- und Angelpunkt der Destination und trägt dazu bei die Kernelemente des Destinationsmanagements zu verwirklichen und weiter zu entwickeln.

Innenmarketing als wesentliches Managementinstrument der Destinations-Management-Organisation:

Damit der Gast den Urlaub als reibungsloses Gesamterlebnis verbringen kann, muss sich die Destination mit ihrem Leistungsbündel nicht nur am Gast orientieren. Es bedarf auch der Entwicklung von Dienstleistungsstandards für die einzelnen touristischen Teilleistungen. Für eine Abstimmung der Dienstleistungskette und deren Qualitätsstandard müssen die jeweils zuständigen Leistungsträger zu Partnerschaften zusammengeführt werden. Eine DMO kann mit gezielten, auf diese Leistungsträger ausgerichteten Maßnahmen und Aktivitäten deren Kooperationsbereitschaft beeinflussen und fördern.

Für ein gut funktionierendes Vermarktungsnetzwerk sind die Beziehungen zwischen den Leistungsträgern und Vermarktungspartnern entscheidend. Der Aufbau dieser Beziehungen muss stetig betreut und gepflegt werden. Erst diese Maßnahme stellt sicher, dass ein professionelles Netzwerk entsteht. Die Betreuung und Pflege ist Teil des Aufgabenfelds einer DMO und erfordert einen ständigen internen Kommunikations- und Informationsfluss.

Neben einem qualitätsorientierten Angebot ist für die Entwicklung einer Destinationsmarke auch ihr Erscheinungsbild entscheidend. Hierbei ist in ein äußeres, d.h. das vom Gast wahrgenommene Erscheinungsbild, sowie in ein inneres, Selbstbild der Destination zu unterscheiden. Beide müssen einander entsprechend stimmig sein. Um Einfluss auf das Selbstbild der Destination zu nehmen, kann sich eine DMO entsprechender interner Kommunikations- und Informationsmaßnahmen bedienen.

Wird ein Qualitätsmanagement erfolgreich integriert, kann es dazu beitragen sich von Mitbewerbern zu differenzieren und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Eine erfolgreiche Umsetzung bedingt jedoch innerhalb der Destination einen reibungslosen und koordinierten Ablauf der einzelnen Teilleistungen. Entstehende Nahtstellen müssen verbunden werden und eine einheitliche Qualitätsdefinition muss entwickelt werden. Auch hier spielt der Kommunikations- und Informationsfluss innerhalb der Destination, ebenso wie die Kooperationsbereitschaft der beteiligten Leistungsträger eine entscheidende Rolle.

Das Wissen einer Destination wird nur nutz- und anwendbar wenn es zum Austausch bereit steht. Hierfür müssen die Beteiligten in der Destination in Beziehung zueinander stehen. Aufbau und Pflege dieses Beziehungsnetzwerkes obliegt, wie schon bei dem Kernelement Vermarktungsnetzwerk, der DMO. Durch den Austausch von Informationen können Problemlösungen entwickelt werden und auf diesem Weg kann auch neues Wissen entstehen. So sind auch bei diesem Kernelement nach innen gerichtete Kommunikationsmaßnahmen von wesentlicher Bedeutung.

Um sicherzustellen, dass die Kernelemente des Destinationsmanagements nicht ihre Wirkung verlieren, bedarf es daher einer permanenten Kommunikation zwischen der DMO und den touristischen Leistungsträgern.

Es ist dabei zu beachten, dass die Kommunikation in beide Richtungen fließen muss. Bevor es notwendig ist, Informationen und Botschaften in Bezug auf die Destination an die Leistungsträger und am Tourismus Beteiligten weiterzugeben, muss die DMO/DMC auch deren Wünsche und Ansprüche kennen.

Innenmarketing mit seinen Maßnahmen verknüpft somit die DMO/DMC als touristische Basis mit allen zum Tourismus in Verbindung stehenden Personen der Destination. So trägt Innenmarketing auch dazu bei die Destination wettbewerbsfähig zu halten und kann als ein wesentlicher Bestandteil des Destinationsmanagements verstanden werden.

Link zur Arbeit: http://www.diplom.de/katalog/arbeit/11344
Arbeit zitieren: Mario König Oktober 2007, Innenmarketing als ein Schlüsselinstrument des Destinationsmanagement, Diplomica GmbH, Hamburg
Bestellmöglichkeiten und Preise:

Bezugspreis eBook (PDF-Datei) per Download: EUR 58,00 inkl MwSt.
Bestellnummer: ISBN 978-3-8366-1344-6
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